Arbeitsmigranten aus GUS-Staaten

Projekt: "Aufbau und Entwicklung der Unterstützungsstruktur für Fachkräfte/Arbeitsmigranten aus GUS-Staaten in russischer- und anderen GUS-Staatensprachen"

Laut Statistik stieg der Fachkräftemangel vor der Corona-Krise in verschiedenen Branchen in Deutschland. Über eine Million Arbeitsplätze waren im Land wegen des mangelnden Fachpersonals nicht besetzt. Wegen des plötzlichen Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie änderte sich die Situation. Sobald die Corona-Krise in den folgenden Jahren vergeht, wird das Thema Fachkräftemangel in Deutschland ganz schnell wieder aktuell.

Die Spezialisten, hochqualifiziertes und erfahrenes Fachpersonal aus den sogenannten GUS-Staaten (ehemaligen Sowjetrepubliken, vor allem aus Russland, Ukraine, Moldawien etc.), können dann diese dramatische Arbeitsmarktsituation deutlich verbessern. Denn es gibt jetzt genug Fachkräfte in diesen Drittstaaten, welche in Deutschland gerne arbeiten und leben wollen.

Um den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt allerdings zu erhalten, müssen die Arbeitsmigranten aus diesen Ländern die bestimmten Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigsten davon sind: in Deutschland anerkannte Berufsqualifikation, Deutschkenntnisse mindestens auf dem Niveau A2-B1, in Deutschland angepeilte Arbeitsstelle. Den meisten potenziellen Arbeitsmigranten aus den GUS-Staaten fällt es sehr schwer, diesen Anforderungen nachzukommen, denn das ist sowohl mit einem großen organisatorischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand als auch mit fehlenden oder mangelnden Informationen, Sprachkenntnissen und Kenntnissen über die Wege zum Erfolg verbunden. Sollten doch die wenigen Personen es schaffen, kommen auf sie weitere typische Migrantenprobleme zu, wie zum Beispiel:

  • Suche der ersten Unterkunft und Ersteinrichtung;
  • Behördengänge;
  • Übersetzung und Beglaubigung von persönlichen Unterlagen wie Urkunden usw.;
  • Fehlende oder schwache Kenntnisse von Fach- und Amtsbegriffen, die für selbstständiges Ausfüllen von zahlreichen Anträgen, Fragebogen und anderen Dokumenten notwendig sind;
  • Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche mit Arbeitgebern;
  • Arbeitsrechtliche Angelegenheiten wie z.B. das Lesen und Verstehen von Arbeitsverträgen, was mit B1-Sprachkenntnissen schwer vorstellbar ist;
  • Прохождение дополнительного обучения в связи с так называемым “частичным” (неполным) признанием профессиональной квалификации
  • Und vieles mehr...

Darüber hinaus verfügen die Arbeitsmigranten aus den GUS-Staaten in Deutschland über sehr knappe finanzielle Mittel und können nicht immer und alle kostenpflichtigen Dienste auf dem Weg zur Anerkennung und Arbeit im Land in Anspruch nehmen.

Alle oben dargestellten Tatsachen deuten darauf hin, dass die Gewinnung von Fachkräften aus den o.g. Drittstaaten nach Deutschland ohne eine Unterstützungsstruktur in Russisch und anderen GUS-Staatensprachen kaum denkbar ist.

Das Ziel des Projektes ist diese Unterstützungsstruktur in russischer- und anderen GUS-Staatensprachen für Fachkräfte aus GUS-Staaten aufzubauen und zu entwickeln, um den Arbeitsmigranten aus diesen Drittstaaten den Weg zur Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikation und zur Arbeit in Deutschland zu erleichtern.

Projektverlauf

  • Kontaktaufbau mit Fachpersonal in/aus GUS-Staaten;
  • Fach- und Amtsdeutschkurs;
  • Erste Unterkunft: Hilfe bei der Wohnungssuche und Ersteinrichtung;
  • Orientierung: Erstorientierung und Behördengänge;
  • Vorbereitung von notwendigen Unterlagen wie Diplome, Zeugnisse, Urkunden und andere persönliche Dokumente für die Übersetzung und anschließende Antragsstellung auf Anerkennung ausländischer Berufsqualifikation;
  • Beratung zum Anerkennungsverfahren in GUS-Staatensprachen wie Russisch, Ukrainisch, Moldawisch usw.
  • Unterstützung beim Ausfüllen von Fragebogen, Anmeldungen (Krankenkasse, Finanzamt usw.) und Anträgen;
  • Hilfestellung bei der Arbeitssuche;
  • Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche mit Arbeitgebern;
  • Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben/-trägern bei Teilanerkennung von Berufsabschlüssen/Berufsqualifikationen;
  • Betreuung und Begleitung bei Absolvierung von Ausgleichsmaßnahmen bei Teilanerkennung der Berufsqualifikation;
  • Unterstützung beim Unterzeichnen von Arbeitsverträgen;
  • Allgemeine Beratung in GUS-Staatensprachen wie Russisch, Ukrainisch, Moldawisch usw.

Wer in Deutschland eine Ausbildung und / oder einen Beruf erwerben möchte, kann natürlich auch auf unsere Unterstützung und Hilfe zählen.

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